Leben

Tierische Objekte und ihre Geschichten: Persönliche Einblicke von Künstlern und Denkern

Welches tierische Objekt haben Sie zu Hause? Diese Frage haben wir drei kreativen Köpfen gestellt: Schriftstellerin Karin Peschka, Musikerin Sigrid Horn und Philosoph Robert Pfaller.

Sigrid Horn, eine herausragende Stimme der heimischen Songwriter-Szene, präsentiert am 27. Oktober im Wiener Porgy & Bess ihr drittes Album „Nest“ mit Streichquartett. Doch neben der Bühne hat sie eine besondere Verbindung zu einem Stoffsack entwickelt. Dieser dient nicht nur als Zuhause für die Stofftiere ihrer Tochter, sondern erweist sich auch als vielseitiges Möbelstück. Ein einfacher Sackschleuder wird zum Sitzsack und zum coolen Schiff, das ihr Kind durch die Wohnung zieht. Diese Objekte haben nicht nur praktischen Nutzen, sondern bergen auch Erinnerungen an einen alten Teddybär ihrer Mutter oder eine Plüschkatze aus ihrer eigenen Kindheit. Sigrid Horn erkennt die Schönheit darin, dass diese Stofftiere über Generationen hinweg geliebt und weitergegeben werden.

Der Philosoph und Professor Robert Pfaller führt uns in die Welt seines Alfa Romeo 156 Q4 Crosswagon von 2005. Für ihn ist dieses Auto mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Das markante Logo, das eine Schlange zeigt, die entweder einen Menschen verschlingt oder gebiert, fasziniert ihn. Der Alfa Romeo ist sein Begleiter auf einem abgelegenen Bergbauernhof ohne asphaltierte Zufahrt. Dank seines Allradantriebs überwindet er problemlos steile vereiste Feldwege. Dieses Auto, das einst von Fachjournalisten zum schönsten der Welt gekürt wurde, bietet ihm nicht nur die notwendige Mobilität, sondern auch ein Gefühl des Glücks, jedes Mal, wenn er darin sitzt.

Die Schriftstellerin Karin Peschka teilt ihre Geschichte mit einem Wackelkopftiger. Dieser hat eine besondere Verbindung zu ihrem Lieblingsbuch „Tracys Tiger“ von William Saroyan. Das Buch, das den Kosenamen für ihren Sohn inspirierte, prägt bis heute ihre Beziehung zu ihm. Der Wackelkopftiger ist ein stummer Begleiter, der sie an ihren Arbeitsplätzen in der Vergangenheit und heute am Schreibtisch begleitet. Er schaut vorwurfsvoll und wackelt mit dem Kopf, besonders wenn sie tippt, denn ihr Schreibtisch neigt zum Wackeln.

Diese Geschichten über tierische Objekte enthüllen nicht nur persönliche Vorlieben, sondern auch die vielfältigen Bedeutungen und Funktionen, die sie im Leben der Menschen haben. Ob als Träger von Erinnerungen, als praktisches Möbelstück oder als stummer Begleiter – diese Objekte werden zu einem integralen Teil des täglichen Lebens und spiegeln die einzigartigen Geschichten ihrer Besitzer wider. Diese Einblicke in die Welt der Künstler und Denker zeigen, dass hinter jedem tierischen Objekt eine Geschichte steckt, die es zu erzählen lohnt.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"