Linus Straßer hat am Sonntag mit seinem Sieg am Ganslern den Ski-Club Kitzbühel (KSC) mit Stolz erfüllt. Der KSC, kurz für Ski-Club Kitzbühel, zählt mehr als 9400 Mitglieder, was gut 1100 Mitglieder mehr sind als die Einwohnerzahl der Stadt. Der Verein ist nicht nur für seine beeindruckende Mitgliederzahl bekannt, sondern auch als Veranstalter der renommierten Hahnenkammrennen, bei denen die Freude besonders groß ist, wenn einer der eigenen Sportler in der Abfahrt auf der Streif oder im Slalom auf dem Ganslern siegt.

Linus Straßer, der in München geboren ist und offiziell für den TSV 1860 fährt, ist trotz seiner sportlichen Erfolge immer noch ein „normales“ Mitglied beim KSC. Sein Sieg am Ganslern hat daher nicht nur persönliche Bedeutung für ihn, sondern auch für den Verein, der ihm das Skifahren beigebracht und ihn gefördert hat. Der Ganslern, auf dem Straßer gewonnen hat, ist gleichzeitig sein Hausberg, da er mit seiner Familie in der Nähe in Kirchberg lebt, zusammen mit seiner Ehefrau Maria und Töchterchen Marta.

Die Bedeutung von Straßers Sieg am Sonntag wird noch größer, wenn man bedenkt, dass es genau 50 Jahre her ist, seitdem ein Mitglied des KSC beim Hahnenkammrennen gewonnen hat. Der vorherige Gewinner war Hansi Hinterseer, der heute 69 Jahre alt ist. Hansi Hinterseer, bevor er als Sänger, Schauspieler und Moderator bekannt wurde, war ebenfalls ein herausragender Skifahrer. Sein erster Weltcup-Sieg erfolgte am 27. Januar 1974 im Slalom in Kitzbühel.

Linus Straßers Erfolg am Ganslern hat somit nicht nur die Fans und Mitglieder des KSC jubeln lassen, sondern auch für eine besondere Erleichterung gesorgt, da endlich wieder ein Athlet des Vereins nach einem halben Jahrhundert auf dem Hahnenkamm triumphiert hat. Der Erfolg von Straßer knüpft somit an die glorreiche Skigeschichte des KSC an und lässt die Hoffnungen und den Stolz auf kommende Wettbewerbe in Kitzbühel weiter wachsen.