Steinakirchen, DDr. Zach, Schliessung des Ambulanzbetriebes

Zach schliesst Ambulanzbetrieb
Wie auf der Facebookseite von DDr. Zach, Zahnarzt in Steinakirchen am Forst, zu lesen ist, wird der Ambulanzbetrieb aufgrund der widrigen Bedingungen die derzeit in der Branche vorherrschen, eingestellt. Zach teilt mit das es nicht mehr möglich ist den Versorgungsbetrieb für seinen Sprengel Wolfpassing - Wang  - Steinakirchen, aufrecht zu erhalten. Krankenstände, fehlendes Personal und die unhaltbaren Zustände seitens der Krankenkasse betreffend einem Kassenvertrag von 1956 welcher anscheinend einer modernen zeitgemässen Entwicklung nicht standhält, gleichzeitig aber nicht reformiert wird. 

Aber lesen sie seinen Beitrag vom 08.01.2019 selbst. Wir haben den kompletten Post für sie eingestellt.
 

FACEBOOK POST DDr. ZACH

SCHLIEßUNG des AMBULANZBETRIEBES : Liebe Patientinnen, Patienten und liebe LESER: Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich als VERTRAGSPARTNER der gesetzl. Krankenkassen den AMBULANZBETRIEB in meiner Ordination aus PERSONALMANGEL sofort einstellen muss. Monatelang habe ich mich um Personal bemüht, nunmehr hat eine meiner zwei Fach-Assistenzkräfte nach einem mehrwöchigen Krankenstand mit sofortiger Wirkung unser TEAM verlassen. Eine Ordinationshilfe sollte morgen den Dienst antreten, auch diese hat gestern abgesagt. Es ist mir daher nicht mehr möglich den VERSORGUNGSAUFTRAG für meinen Sanitätssprengel Wolfpassing-STEINAKIRCHEN-Wang aufrecht zu erhalten. Ich ersuche um VERSTÄNDNIS, dass es nicht zu verantworten ist, mit nur einer zahnärztl. Assistentin den Betrieb zu betreiben, IHNEN gegenüber nicht, da wir das Hygienemanagement uvm. nicht einhalten könnten, meiner Mitarbeiterin und mir gegenüber nicht, da dies übermenschliche Kräfte verlangen würde. Ich musste vor Weihnachten durch den plötzlichen Ausfall der zweiten Zahnarztassistentin mit nur einer Kraft arbeiten, dies hat Spuren hinterlassen, die bis heute noch anhalten. Ich werde morgen FRÜH den Herrn Bürgermeister informieren und in weiterer Folge auch die Gebietskrankenkasse und die Zahnärztekammer NÖ. Wir haben uns unter großem Engagement des AMS Scheibbs bemüht, ein Team aufzustellen, leider muss ich resignieren, es gibt niemanden in der GROßREGION der als Zahnarzthelferin in Frage käme. Leider hat die POLITIK gänzlich versagt, den Beruf der zahnärztl. Assistentin zu entwickeln, er ist noch immer ein Anlernberuf, obwohl es das duale System gäbe. Der Kassenvertrag aus 1956 lies dies offensichtlich nicht zu, die Entwicklung der sich öffnenden Schere der Kosten und unverhältnismäßig niedrigen Honorartarifsteigerungen führte dazu, das aus der anfänglichen 1-Behandlungszimmerordination, 2- Behandlungszimmer-, später 3- u- Mehrbehandlungszimmerordinationen entstanden. Eine Versklavung des Ordinationsinhabers und seiner Mitarbeiterinnen, dies hat völlig an ATTRAKTIVITÄT verloren. Ob Steinakirchen nach meinem Abgang noch einen Zahnarzt finden wird, bleibt zu bezweifeln, die Zahl der nicht besetzten Kassenplanstellen ist stetig im Steigen. Damit SIE sich ein Bild über die Tarifgestaltung der gesetzlichen Krankenkassen machen können, siehe unten stehenden link, vielleicht verstehen Sie es mehr, dass niemand mehr mit diesen Tarifen arbeiten kann, wenn eine einfache Kontrolle in dem Moment nicht mehr honoriert wird, wenn nur eine einzige Position verrechnet wurde..... Ich danke allen, die versucht haben zu helfen, leider war dies bislang erfolglos. http://stmk.zahnaerztekammer.at/…/RS_tarife_2019_brief_beil…


Bleibt wirklich nur mehr die Frage zu stellen: QUO VADIS AUSTRIA ?
Was halten Sie von diesem Schritt ? 

(JS)

Kommentare:

  1. Gute Arbeitgeber finden immer qualifiziertes Personal. Vielleicht sollte DDr. Zach einmal vor der eigenen Tür kehren. Es gibt genug engagierte Zahnarztassistentinnen die tgl. einen tollen Job machen. Bin selbst seit 30 Jahren gelernte Zahnarztassistentin und seit 20 Jahren auch Prophylaxeassistentin und es ist erschreckend wie sich DDr. Zach in einer anderen Zeitung über diesen Berufsstand äußert.

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  2. Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir kennen leider den Artikel wahrscheinlich nicht den du ansprichst. Das er sich über den Berufsstand negativ äussert ist und neu, eher das er die Rahmenbedingungen kritisiert unter denen die Arbeit erschwert wird. In diesem Sinne...

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